Von Modschegiebschn und Diggnischln – Der sächsische Duden
Pesterwitz, 24. April 2026 – „Nu, nu – nee, nee!“ Wer am vergangenen Freitag den Weg auf unsere Gutshofbühne gefunden hat, erlebte eine Sternstunde des sächsischen Humors. Der Kulturverein Pesterwitz hatte geladen, und mit dem Kabarettisten Gunter Böhnke und dem Autor Peter Ufer standen zwei echte Schwergewichte der sächsischen Mundart im Rampenlicht.




Fotos: Karsten Reinhardt & Künstler
Sprachkurs der besonderen Art Das Ziel des Abends? Der Menschheit zu helfen, sächselnde Sachsen endlich zu verstehen. Die beiden Autoren des ersten sächsischen Dudens der Welt räumten gründlich mit dem Vorurteil auf, Sächsisch sei der unbeliebteste Dialekt. Im Gegenteil: Sächsisch ist nachgiebig, bequem und – wie der Klügere – gibt die Sprache einfach nach.
Von der „Rabusche“ zum „Schesslong“ Mit viel Witz und historischem Tiefgang erklärten Böhnke und Ufer, warum der Dialekt in der DDR verdächtig war und warum er heute als einzigartiges Erkennungsmerkmal der „Neufünfländer“ gilt. Das Publikum amüsierte sich prächtig über die Reise von Asch bis Zimdziesche und lernte, dass Sächsisch eben kein verhunztes Hochdeutsch ist, sondern gelebte Heimat.
Ein Dankeschön des Kulturvereins Wir bedanken uns bei den Künstlern für diesen pointierten Abend und bei unseren Gästen für die großartige Stimmung auf dem Gutshof. Es hat sich wieder einmal gezeigt: Unsere Gutshofbühne ist der perfekte Ort für Kultur, die Herz und Zwerchfell gleichermaßen berührt.
